Mit tiefen Atemzügen durch den Dezember!
Es ist doch die schönste Zeit des Jahres, oder? Na ja, wenn wir mal von den Schlittenfahrten (was nicht schwer ist, da Schlittenfahrten heutzutage eher ein Nischenvergnügen sind) und der heißen Schokolade (wir nehmen sie bitte mit aufgeschäumter Hafermilch, Kakaonibs und Kokosblütenzucker, okay?) absehen (Moment mal, ist diese ganze „Weihnachtszeit“-Sache vielleicht nur Propaganda für den Winter?! Der Winter hat zwar fantastische PR!), aber es stellt sich heraus, dass die Feiertage für viele ziemlich stressig sind, für andere eine Quelle von Konflikten und für nicht wenige geradezu deprimierend.
Aber hör mal, du hast nicht das ganze Jahr lang mit ganzer Kraft den „Downward Dog“ gemacht und in deinen Damm geatmet – umsonst. Wir sagen immer, dass das, was du auf deiner Matte machst, dich darauf vorbereitet, mit all den Schwierigkeiten des Lebens abseits der Matte umzugehen. Schauen wir uns mal an, wie du die Lektionen des Yoga nutzen kannst, um mit drei häufigen Stressfaktoren in der Weihnachtszeit umzugehen: Geld, Familie und Essen.
1. Ausgaben
Deine Einkaufsliste ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Um all diese Geschenke zu bezahlen, musst du wohl in dein Sparschwein für den Yoga-Urlaub greifen. Aber weißt du was? Du wirst diese Woche in Peru nicht opfern. Machu Picchu wartet auf niemanden!
Vor dem Yoga: Vielleicht hast du früher mal deine Kreditkarten bis zum Limit ausgereizt oder dein Budget für Selbstfürsorge geopfert. Aber Yoga lehrt uns, wann man „Stopp“ sagen muss. Du hast gelernt, dass es nicht gesund ist, deinen Körper über seine Grenzen hinaus zu belasten. Das Gleiche gilt für dein Bankkonto.
Nach dem Yoga: Du hast die Mittel, um zu erkennen, dass du Optionen hast. Zum Beispiel kannst du:
A. Ein offenes Gespräch mit deinen Schwestern, Cousinen und Tanten führen, in dem du einen Wichtel mit selbstgemachten Geschenken oder einen Büchertausch vorschlägst.
B. Auf Pinterest nach Bastel- oder Backideen stöbern.
C. Peru für die letzten beiden Dezemberwochen buchen.

2. Familienkonflikte
Wir lieben sie. Wir hassen sie. Wir hassen es, dass wir sie lieben: Es sind unsere Familien! Zeit mit den Liebsten auf ihrem Terrain zu verbringen (vielleicht sogar in deinem hermetisch versiegelten Kinderzimmer zu schlafen), kann zu einer gewissen, ähm, Regression führen und alte Probleme wieder aufleben lassen, die du normalerweise reif genug bist, um sie zu vermeiden. Die Perspektive des Yoga hilft dir, diesen Ballast schneller abzuwerfen als der Hochgeschwindigkeitszug, mit dem du angereist bist.
Vor dem Yoga: Vielleicht bist du der Versuchung erlegen, deine Beschwerden Luft zu machen. Und obwohl es für solche Aussprachen eine passende Zeit und einen passenden Ort gibt (das ist Therapie!), sollte man sie am Feiertags-Esstisch am besten zwischen Vorspeise und Hauptgericht vermeiden.
Nach dem Yoga: Der unvermeidliche familiäre Kampf der Titanen scheint nicht mehr unvermeidlich. Zum Beispiel:
A. Du hast die Wahl. Du kannst dich entscheiden, weder provoziert zu werden noch selbst zu provozieren. Die Meditation hat dir beigebracht, deine eigenen Gedanken zu beobachten. Nichts relativiert die Dinge so sehr wie ein objektiver, distanzierter Blick in deinen eigenen Kopf.
B. Haben wir tiefes Atmen versprochen? Das haben wir! Jetzt wäre ein hervorragender Zeitpunkt, deine Kampf-oder-Flucht-Reaktion mit etwas zusätzlichem Sauerstoff für das parasympathische Nervensystem zu neutralisieren.
C. Deine Familie lebt nicht in Peru! *

3. Scham rund ums Essen
Die Feiertage bieten reichlich Gelegenheit, dass all unsere Probleme rund ums Essen wieder hochkommen. Der eine kritisiert dich vielleicht, wenn du Nachtisch isst, der andere tut dasselbe, wenn du es nicht tust (siehe Familienkonflikt, oben).
Vor dem Yoga: Der Druck, es allen recht zu machen, hat vielleicht zu einer Spirale aus Essensscham geführt, die die Feiertage mit einem echten Gefühl der Angst überschatten könnte.
Nach dem Yoga: Dein Körper hat das Sagen, wenn es darum geht, was du isst. Jetzt kannst du dich wohlfühlen, wenn du „Nein“ sagst – und auch, wenn du „Ja“ sagst. Um dieses Minenfeld mit Anmut zu meistern, solltest du Folgendes beachten:
A. Halte dich an deine Routinen. Trainiere, schlafe und iss nach deinem normalen Zeitplan.
B. Höre auf deinen Körper. Es ist in Ordnung, alles abzulehnen, was du nicht essen oder trinken möchtest. Ein einfaches „Nein, danke“ sollte ausreichen.
Es ist auch okay, die saisonalen Leckereien zu genießen, die dir schmecken. „Alles in Maßen“ ist dein neues Feiertagsmotto. Und wenn du das Gefühl hast, dass du in übertriebene Einschränkungen abdriftest oder umgekehrt zu viel isst, kehre zu deinen Routinen zurück, um dein System wieder ins Gleichgewicht zu bringen (siehe A).
C. Wir haben gehört, dass es in Peru tolles Quinoa gibt!
Spaß beiseite – wir glauben wirklich, dass Yoga dir die Werkzeuge an die Hand gibt, um ein gesünderes Leben zu führen, sowohl geistig als auch körperlich. Wenn dich die Feiertage also schwer zusetzen, schau auf deine Matte. Gemeinsam schafft ihr das.
*Falls deine Familie zufällig in Peru lebt, zieh doch mal Thailand in Betracht!
Der Stress in der Weihnachtszeit ist echt – Finanzen, Familie und Essen stehen ganz oben auf unserer Liste. Hier ist ein frecher Blick darauf, wie Yoga dir hilft, mit allem umzugehen, was diese Zeit so mit sich bringt.


