Könnte deine Yoga-Praxis umweltbewusster sein? Diese Expertentipps sorgen dafür, dass das Yoga, das Körper und Geist gesund hält, dem Planeten keinen Schaden zufügt.
🧘 Tipp von einem Yogi
„Als ich mit Yoga angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass es meine Weltanschauung so tiefgreifend beeinflussen würde. Ich wollte doch eigentlich nur ein paar Dehnübungen machen! Aber mit der Zeit bekam ich das Gefühl, dass ein Großteil der ‚Yoga-Industrie‘ nicht mit einer wirklich yogischen Lebensweise vereinbar ist. Wenn es dir genauso geht, ist es vielleicht an der Zeit, deine Praxis mehr mit deinen Idealen in Einklang zu bringen.“
Yogas Verbindung zur Umwelt
Yoga ist eine Praxis, die dein Bewusstsein schärft – sowohl für dich selbst als auch für die Außenwelt.
In einem Yoga-Kurs wirst du oft aufgefordert, deine Aufmerksamkeit auf deinen Bauchnabel, deinen großen Zeh oder deinen Scheitel zu richten. Das schafft Körperbewusstsein.
Gleichzeitig schärft Yoga auch dein Bewusstsein für die Verbundenheit aller Lebewesen. Je mehr du praktizierst, desto mehr denkst du darüber nach, wie sich dein Handeln auf das Leben anderer und die Gesundheit des Planeten auswirkt.
Da ist es nur natürlich, dass du dir Gedanken darüber machst, wie du dein Yoga umweltfreundlicher gestalten kannst. Eine Praxis, bei der die Verbundenheit so im Mittelpunkt steht, sollte die Erde so wenig wie möglich belasten.

5 Wege, deine Yoga-Praxis umweltfreundlicher zu gestalten
1. Wähle eine umweltfreundliche Yogamatte
Was brauchst du unbedingt, um Yoga zu machen? Deine Matte. Also brauchst du natürlich eine umweltfreundliche.
Viele günstige (und auch einige hochwertige) Yogamatten bestehen aus PVC. Ja, genau das gleiche Polyvinylchlorid, das für Abflussrohre verwendet wird, sowie Zusatzstoffe wie Phthalate, die das Material flexibel machen.
Ein von Beyond Plastics in Auftrag gegebener Bericht aus dem Jahr 2023 rät von der Verwendung von PVC-Rohren in Haushalten ab, da es Hinweise darauf gibt, dass krebserregende und hormonstörende Chemikalien in das Trinkwasser gelangen können.
Das ist wahrscheinlich nicht die Art von Material, die du beim Yoga mit deiner Haut in Kontakt haben möchtest!
Außerdem lässt sich PVC, wenn es weggeworfen wird, nur selten recyceln. Meist landet es auf einer Deponie, wo es Hunderte oder sogar Tausende von Jahren dauern kann, bis es sich in halogenierte organische Verbindungen zersetzt, die ebenfalls umweltschädlich sein können.
Mit anderen Worten: Je weniger PVC in deinem Leben, desto besser.
Natürlich bevorzugen wir die leistungsstarke, nachhaltige Kombination aus Naturkautschuk und einer sehr dünnen Schicht aus firmeneigenem Öko-Polyurethan von Liforme. PU ist zwar ebenfalls ein Kunststoff, aber nicht alle Kunststoffe sind gleich. Unsere Variante ist ungiftig und so konzipiert, dass sie unter Deponiebedingungen innerhalb von 1–5 Jahren abgebaut wird – damit ist sie eine weitaus nachhaltigere Option als andere Materialien für Yogamatten.
2. Entscheide dich für Second-Hand- oder nachhaltige Kleidung
Genauso wie manche Yogamatten besser für den Planeten sind, gilt das auch für manche Yogakleidung.
Bei so vielen Marken, die ähnliche Leggings und Sport-BHs anbieten, kann man sich leicht von der Auswahl überwältigen lassen und einfach zu einem Produkt greifen, das gerade angesagt ist oder per Expressversand erhältlich ist.
Nimm dir stattdessen einen Moment Zeit und nutze deine Scroll-Fähigkeiten, um nach Yogakleidung von ethischen Marken zu suchen, die Nachhaltigkeit großschreiben.
Wenn du nicht sicher bist, wo du anfangen sollst, schau dir Marken an, die B Corp-zertifiziert sind – das bedeutet, dass sie unabhängig geprüft wurden und hohe ethische sowie ökologische Standards erfüllen.
Eine weitere Möglichkeit, deinen Warenkorb Grün zu optimieren, ist, weniger Kleidung zu kaufen.
Anstatt dich auf die neuesten Kollektionen zu stürzen, investiere lieber in ein paar Schlüsselstücke, die du beliebig kombinieren kannst.
Second-Hand-Shopping ist ebenfalls eine gute Strategie, um deine Garderobe auf dem neuesten Stand zu halten und gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Viele Second-Hand-Läden und Websites bieten eine große Auswahl an kaum getragener Sportbekleidung.
Denk außerdem daran: Wenn du deine Yoga-Klamotten in kaltem Wasser wäschst und auf der Leine trocknest, verbrauchst du weniger Strom und sie halten länger!
3. Vermeide Plastikwasserflaschen und Einwegverpackungen
Dieser Ratschlag scheint so alt zu sein wie die Berge aus Plastik, die unsere Ökosysteme und Gewässer verschmutzen. Dennoch muss er immer wieder wiederholt werden, da die Leute ihre Gewohnheit, Wasser aus Flaschen zu trinken, einfach nicht ablegen können.
Wenn deine Wasserquelle tatsächlich verschmutzt ist, benutze Wasser aus der Flasche. Dafür ist es ja da.
Ansonsten such dir die süßeste wiederverwendbare Flasche aus, die du finden kannst, und nimm sie überallhin mit.
Wenn du dadurch auch andere Einweg-Plastikverpackungen und Fertigprodukte meidest, umso besser.
4. Geh zu Fuß, fahr mit dem Fahrrad oder nimm öffentliche Verkehrsmittel zur Vorlesung
Die Idee dahinter ist einfach: Nutze dein Auto möglichst selten. Manchmal muss man natürlich fahren. Aber wenn du kannst, komm auf andere Weise ans Ziel.
Wenn du dich lokal bewegst, hat das viele Vorteile: ein bisschen mehr Bewegung im Alltag, und wenn du in der Nachbarschaft unterwegs bist, verringert das das Gefühl der Isolation und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
5. Übe im Freien, um dich mit der Natur zu verbinden
Nimm ab und zu, an einem besonders schönen Tag, deine Matte mit nach draußen – in den Garten, auf den Balkon oder in den Park um die Ecke.
Anstatt dich nach innen zu wenden und Ablenkungen zu ignorieren, richte deinen Blick nach außen und nimm jede Empfindung wahr, wie dein Körper sich mit der Natur verbindet.
Spüre die Luft auf deiner Haut, vielleicht die Wärme der Sonne. Lausche jedem Vogel und dem Rauschen des Windes in den Bäumen. Rieche das Gras und den erdigen Duft verrottender Blätter. Atme tief ein und fülle deine Lungen mit allem, was dich umgibt. Atme aus und spüre, dass auch du ein Teil dieses Planeten bist.
Auf dem Weg in eine grünere Zukunft
Vielleicht fragst du dich, ob diese paar kleinen Veränderungen wirklich etwas bewirken können. Die Antwort ist ein klares Ja.
Einzelne Handlungen werden zu kollektiven Trends, die die Wirtschaft und Politik im Umweltschutz beeinflussen können. Es ist dringender denn je, sich für das Allgemeinwohl einzusetzen – eine Yogamatte nach der anderen.
FAQ
Habt ihr noch weitere umweltfreundliche Tipps?
Ja, die haben wir! Schau dir unsere 4 ganz einfach umsetzbaren Öko-Tipps für den Haushalt an – mit Ideen, wie du zu Hause Energie (und Geld!) sparen kannst.



