Yogalehrer haben drei Möglichkeiten, ihren Schülern die einzelnen Posen beizubringen: Vorführungen, körperliche Korrekturen und verbale Anweisungen. Jede hat ihren Platz, aber verbale Anweisungen sind oft der beste Weg, um in einem Gruppenkurs zu kommunizieren. Nutze diesen Leitfaden, um deine Anweisungen effektiver zu gestalten, die Sicherheit deiner Schüler zu gewährleisten und deinen authentischen Unterrichtsstil zu finden.
Was macht eine gute Yoga-Anweisung aus?
Gute Yoga-Anweisungen erklären klar und deutlich, wie man in die Pose kommt, wie man sich selbst korrigiert, um die Ausrichtung zu verbessern, und wie man die Pose wieder verlässt.
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Nutze deine Erfahrung als Schüler und Yogi, um deiner Klasse die Werkzeuge an die Hand zu geben, die Verbindung zwischen einer Anweisung und dem Gefühl im Körper herzustellen.
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Erinnere dich an Anweisungen, bei denen es bei dir „Klick“ gemacht hat.
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Versuche, anatomische Beschreibungen mit eher metaphorischer Sprache zu kombinieren, um möglichst viele verschiedene Lerntypen anzusprechen.
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Schätze dein Publikum ein und passe dich entsprechend an. Eine Anfängergruppe könnte von detaillierten Anweisungen zur Körperhaltung überfordert sein, während eine fortgeschrittenere Gruppe genau das vielleicht liebt.
Arten von Yoga-Anweisungen
Manche Yoga-Anweisungen sind sehr wörtlich, während andere eine bildhaftere Sprache verwenden, um zu vermitteln, wie sich eine Pose im Körper anfühlt. Wenn du verschiedene Arten von Anweisungen gibst, können die Teilnehmer auf unterschiedlichen Detailebenen mit deinem Unterricht in Verbindung treten.
Anweisungen zur Ausrichtung
Diese Anweisungen führen die Teilnehmer in die Posen hinein und wieder heraus und legen die richtige Ausrichtung fest, damit sie die Pose erfolgreich ausführen können. Es sind die Anweisungen auf der Makroebene, die du verwendest, um jede Pose zu vermitteln.
Zu den Anweisungen gehören beispielsweise:
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Mach mit dem rechten Fuß einen Schritt nach vorne
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Heb deine Hüften an
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Drücke deine Handflächen flach auf den Boden
Ausrichtungshinweise
Diese Anweisungen verfeinern die Ausrichtung jeder Pose und ermöglichen es den Teilnehmern, Körperbewusstsein zu entwickeln und zu lernen, sich selbst zu korrigieren. Vielleicht gibst du viele dieser Anweisungen, wenn du eine Pose zum ersten Mal in einer bestimmten Stunde unterrichtest – besonders, wenn es sich um eine längere Halteposition handelt – und reduzierst sie dann, wenn du die Pose wiederholst. Diese Anweisungen verwenden meist eher yogaspezifisches Vokabular.
Hinweise zur Ausrichtung sind zum Beispiel:
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Richte dein Knie über deinem Knöchel aus
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Richte deine Hüften gerade nach vorne auf die Matte aus
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Halte deine Arme parallel zum Boden
Anatomische Anweisungen
Wenn du erfahrenere Teilnehmer hast, kann es hilfreich sein, ihnen zusätzlich anatomische Hinweise mit konkreten Bezügen zu Muskeln oder Knochen zu geben.
Anatomische Hinweise könnten zum Beispiel sein:
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Spann deinen Quadrizeps an
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Streck die Brustwirbelsäule
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Drehe dein Becken über deine Oberschenkelknochen
Energetische Anweisungen
Nutze diese Anweisungen, um die Teilnehmer dazu anzuregen, neben dem analytischen auch den kreativen Teil ihres Gehirns einzubeziehen. Sie können sich auf den feinstofflichen Körper (Chakren, Nadis usw.) beziehen oder Metaphern verwenden, um Posen mit den energetischen Kräften im Körper zu verbinden, die über die Anatomie hinausgehen.
Zum Beispiel:
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Stell dir deine Wirbelsäule als eine Perlenkette vor, die an der Decke befestigt ist
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Öffne dein Herzzentrum
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Leite deinen Atem in deine Fingerspitzen
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Wichtige Techniken für Yoga-Anweisungen
Das Erlernen effektiver Yoga-Anweisungen ist Teil des Prozesses, deine Stimme als Lehrer zu finden. Das lernst du mit der Zeit im Job, also rechne mit ein bisschen Ausprobieren.
Halte es einfach
Wenn du einen Flow-Kurs unterrichtest, bleibt keine Zeit, die Teilnehmer mit verbalen Anweisungen zu überfrachten. Halte deine Anweisungen kurz und umsetzbar und verwende Verben wie „drücken“, „heben“, „strecken“ und „ausdehnen“. Wenn du die Teilnehmer in einer Position länger verweilen lässt, kannst du ausführlicher werden, aber du musst nicht jeden Moment mit Reden füllen.
Fang von unten an
Wenn du dir nicht sicher bist, wo du anfangen sollst, arbeite bei jeder Pose von unten nach oben. Mit den Füßen anzufangen ist sinnvoll und schafft die Grundlage sowie die Ausrichtung jeder Pose.
Sei anschaulich
Guter Unterricht bedeutet nicht, so allgemein wie möglich zu sein. Wenn du deine eigene besondere Note einbringst, werden deine Kurse für deine Teilnehmer angenehmer und einprägsamer. Hab keine Angst, den Dingen deine eigene Note zu geben – egal, ob du eine besonders tolle Anweisung wiederholst, die du gehört hast, oder dir etwas völlig Einzigartiges ausdenkst.
Beispiel: Zieh deine Schulterblätter zusammen, als würdest du eine Traube zwischen ihnen zusammendrücken.
Sei inklusiv
Wenn du die Möglichkeit bietest, Hilfsmittel zu nutzen, vermeide Wörter wie „notwendig“ oder „erforderlich“, die den Eindruck erwecken können, dass du die Teilnehmer bewertest.
Wenn du zum Beispiel sagst: „Wenn deine Hand den Boden nicht erreicht, leg einen Block darunter“, anstatt „Benutz einen Block, wenn du ihn brauchst“, identifizierst du das Problem korrekt als mechanisch und nicht als psychologisch.
Sei nachsichtig mit dir selbst
Anfänger unter den Lehrern machen sich oft Sorgen, die linke und rechte Seite auseinanderzuhalten und die Reihenfolge der Abfolge zu verwechseln, aber ab und zu einen Fehler zu machen, ist kein Weltuntergang. Wir machen hier Yoga; so ernst ist das nicht. Wenn dir doch mal ein Patzer unterläuft, versuch, darüber zu lachen und die Sache locker zu nehmen.
Beobachten und lernen
Beobachte beim Unterrichten, wie deine Anweisungen ankommen. Erreichen sie die beabsichtigte Wirkung? Wenn nicht, probier beim nächsten Mal etwas anderes aus.
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Gängige Yoga-Anweisungen
Dir ist wahrscheinlich schon aufgefallen, dass deine Lehrer immer wieder auf denselben Vorrat an Anweisungen zurückgreifen. Einige davon werden in vielen Yoga-Stilen verwendet, während andere vielleicht eigene Kreationen sind. Wenn du beginnst, deinen eigenen Vorrat aufzubauen, nutze die Anweisungen, die dich besonders beeindruckt haben. Du kannst jederzeit die Quelle nennen, indem du sagst: „Wie einer meiner Lieblingslehrer sagt …“
Anweisungen zur Erdung
Verankere dich fest in allen vier Ecken deiner Füße
Drücke dich in deine Fingerspitzen, um deine Handflächen zu wölben
Verwurzle dich, um dich zu erheben
Anspannungsanweisungen
Aktiviere deine Füße
Zieh deine Muskeln fest an die Knochen
Zieh deinen Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule
Hinweise zu Raum und Streckung
Lass deine Schultern von den Ohren wegfallen
Schiebe deine Schulterblätter den Rücken hinunter
Hinweise zur Ausrichtung
Zieh deine linke Hüfte nach vorne und deine rechte Hüfte nach hinten
Richte dein Knie über deinem Knöchel aus
Richte deine vordere Ferse auf den hinteren Fußbogen aus
Entspannungshinweise
Schmelze in den Boden hinein
Entspanne den Bereich zwischen deinen Augenbrauen
Nimm deinen Atem wahr, ohne etwas zu verändern
So verbesserst du deine Yoga-Anweisungen
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Beobachte deine Lehrer. Nimm an einigen Kursen teil, in denen du besonders auf die Anleitungsstrategien achtest, die für dich gut funktionieren.
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Sei du selbst. Hab keine Angst, deine Persönlichkeit einzubringen, wenn du vorne im Raum stehst. Das ist es, womit sich die Teilnehmer verbunden fühlen und was sie dazu bringt, immer wiederzukommen.
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Bitte um Feedback. Bitte einen befreundeten Lehrer, an deinem Kurs teilzunehmen und dir konstruktive Kritik zu geben.
Anleitung und A
Gute Anweisungen zu geben, hängt davon ab, aufmerksam zu sein und dich in deiner Rolle als Lehrer wohler zu fühlen. Als Schüler weißt du, welche Art von Anweisungen funktionieren, die Körper und Geist verbinden und klar kommunizieren. Je mehr du unterrichtest, desto besser wirst du alles, was du weißt, in deine Kurse integrieren können.
Häufig gestellte Fragen zu Yoga-Anweisungen
Was ist eine Yoga-Anweisung?
Ein Yoga-Hinweis ist eine verbale Anweisung, mit der ein Lehrer erklärt, wie jede Pose ausgeführt werden soll, um den größtmöglichen Nutzen bei minimalem Risiko zu erzielen.
Was ist die 3-Hinweis-Regel im Yoga-Unterricht?
Der Yoga-Lehr-Experte Sage Roundtree hat diesen Begriff geprägt, um eine Methode zu beschreiben, die wichtige Informationen vermittelt, ohne die Schüler zu überfordern. Die Idee ist, auf der ersten Seite einer Pose nur drei Anweisungen zu geben. Auf der zweiten Seite kannst du deine Anweisungen bei Bedarf erweitern.
Wie gibt man im Yoga am besten Anweisungen?
Viele Faktoren spielen bei effektiven Anweisungen eine Rolle, aber ein übergreifendes Prinzip ist, mit einfachen, direktiven Anweisungen zu beginnen und diese zu erweitern, sobald es die Zeit und die Erfahrung der Teilnehmer zulassen.
Wie vermeide ich zu viele Anweisungen im Yoga-Kurs?
Probier doch mal die Drei-Hinweise-Regel aus!
Wie mache ich meine Yoga-Anweisungen inklusiver?
Vermeide es, den Satz „wenn du es brauchst“ zu verwenden, wenn du Hilfsmittel vorstellst. Das kann den Teilnehmern das Gefühl geben, dass die Nutzung von Hilfsmitteln eine mentale Schwäche ist, obwohl es eigentlich ein körperlicher Vorteil ist. Wenn du eine Pose vorführst, mach das mit Hilfsmitteln, anstatt auf den maximalen Wow-Effekt aus zu sein.
Können Yoga-Lehrer für Anfänger bildliche und somatische Anweisungen nutzen?
Es ist für Lehrer aller Niveaus eine gute Idee, eine Vielzahl von Anweisungen zu nutzen. Schaffe eine Grundlage mit eher wörtlichen Anweisungen, aber wenn dir bildhafte Sprache leichtfällt, baue das auf jeden Fall in deinen Unterricht ein. Wenn du dir selbst treu bleibst, wirst du der beste Lehrer, der du sein kannst.



