Was hat es mit dem Kohlenstoff auf sich? Kohlenstoff, Klimawandel und du

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What the Carbon? Carbon, Climate Change, and You
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Kohlendioxid, Kohlenstoffkreislauf, CO₂-Fußabdruck. Wir wissen, dass das alles mit dem Klimawandel zusammenhängt, aber wie genau? Wir erklären dir, was es mit diesem allgegenwärtigen Element auf sich hat.

Aktualisiert am: 10th April 2025 Veröffentlicht am: 24th September 2019

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    CO₂-Fußabdruck.
    Kohlendioxid.
    Kohlenstoffkreislauf.

    Was bedeuten diese Begriffe eigentlich?

    Kohlenstoff taucht oft auf, wenn wir über das Klima sprechen, aber wenn dein letzter Chemieunterricht schon eine Weile her ist, sind dir die Details darüber, wie (und warum) er sich auf der Erde bewegt, vielleicht nicht mehr ganz so klar. Wir gehen noch mal zurück in die Schule, um unser Wissen darüber aufzufrischen, was Kohlenstoff ist, wie er den Klimawandel beeinflusst und was wir dagegen tun können.

    Die Grundlagen

    Wenn du an Kohlenstoff denkst (was du wahrscheinlich nicht sehr oft tust!), stellst du dir vielleicht eine Schwarz Masse vor, die so ähnlich wie Kohle aussieht. Reiner Kohlenstoff (Nummer sechs im Periodensystem der Elemente) ist relativ harmlos. Zu seinen festen Formen, die je nach atomarer Struktur variieren, gehören so unterschiedliche Stoffe wie Graphit und Diamanten.

    Kohlenstoff wird oft als Baustein des Lebens bezeichnet, weil er sich so leicht mit anderen Elementen verbindet und so viele wichtige Dinge bildet. Luft, Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen bestehen alle zu einem großen Teil aus Kohlenstoff in Verbindung mit anderen Elementen.

    Die Erhaltung der Materie

    Wenn wir der Rolle des Kohlenstoffs beim Klimawandel auf den Grund gehen wollen, müssen wir den Stofferhalt verstehen. Dieses wissenschaftliche Prinzip besagt, dass in einem geschlossenen System Materie weder entsteht noch vernichtet wird. Die Erde, einschließlich ihrer Atmosphäre, ist ein geschlossenes System. Kohlenstoff ist Materie. Das bedeutet, dass der gesamte Kohlenstoff auf unserem Planeten schon immer hier war und immer hier sein wird. Der vorhandene Kohlenstoff des Planeten wird zwar weder erzeugt noch vernichtet, doch er verändert ständig seine Form, indem er sich mit verschiedenen Elementen verbindet und innerhalb des Systems neu verteilt wird.

    Der Kohlenstoffkreislauf

    In prähistorischen Zeiten war ein Teil des Kohlenstoffs der Erde in großen Tieren (wie Dinosauriern) sowie in den Meereslebewesen und Algen gebunden, die ihre riesigen Ozeane bevölkerten. Dieser Kohlenstoff ist nicht verschwunden, er hat lediglich seine Form verändert. Fossile Brennstoffe sind im wahrsten Sinne des Wortes die Überreste urzeitlichen Lebens, in denen sich der Kohlenstoff im Laufe der Zeit unter Hitze und Druck unter anaeroben Bedingungen (also ohne Sauerstoff, d. h. tief unter der Erde) mit Wasserstoff verbunden hat, um Erdöl, Kohle und Erdgas zu bilden. Ein Großteil des Kohlenstoffs, der einst reichlich in der Natur gespeichert war, wurde inzwischen vom Menschen genutzt, um unseren Energiebedarf zu decken.

    Wenn fossile Brennstoffe raffiniert und anschließend verbrannt werden, verbindet sich der Kohlenstoff mit Sauerstoff und setzt dabei Kohlendioxid (CO₂) frei. CO₂ ist ein sogenanntes Treibhausgas, was bedeutet, dass es Wärme in unserer Atmosphäre zurückhält. Methan (das aus verschiedenen Quellen stammt, darunter die Ölindustrie und Rinderfurz) ist ein weiteres Treibhausgas, das Kohlenstoff enthält. Diese Gase gab es zwar schon immer und sie tragen tatsächlich zur Bewohnbarkeit der Erde bei, doch in zu großen Mengen verursachen sie Probleme.

    Ein Teil des CO₂ wird durch Pflanzen wieder in den Kohlenstoffkreislauf aufgenommen – ein Prozess, der als biologische Kohlenstoffbindung bekannt ist. Bei der Photosynthese nutzen Pflanzen Sonnenlicht und CO₂, um Kohlenhydrate zu bilden. Das Problem ist, dass der Kohlenstoffkreislauf nicht mithalten kann. Wir Menschen produzieren zu viel CO₂, während wir gleichzeitig (durch Abholzung) die Fähigkeit der Pflanzen einschränken, das System im Gleichgewicht zu halten. So reichert sich CO₂ in der Atmosphäre an und trägt erheblich zum Klimawandel bei.

    Zu jeder Klimalösung muss die Umstellung auf Energiequellen gehören, die weniger CO₂ verursachen, sowie der Erhalt und die Ausweitung von Waldgebieten.

    CO₂-Fußabdruck / CO₂-Neutralität / CO₂-Kompensation

    Diese Begriffe beziehen sich alle darauf, dass jeder Einzelne Verantwortung dafür übernimmt, wie viel Kohlenstoff (in Form von CO₂-Emissionen) er zur Klimakrise beiträgt. Autofahren und Stromverbrauch sind wichtige Faktoren, die den eigenen CO₂-Fußabdruck bestimmen. Wenn du viel mit dem Flugzeug reist, erhöht das deinen Fußabdruck ebenfalls erheblich.

    Um CO₂-neutral zu werden, müsstest du genauso viel CO₂ aus der Umwelt entfernen, wie du einbringst. Da es praktisch unmöglich ist, CO₂ persönlich aus der Luft zu entfernen, können Menschen stattdessen CO₂-Ausgleichszertifikate kaufen.

    CO₂-Ausgleichszertifikate werden von privaten Unternehmen verkauft, die zunächst berechnen, wie viel CO₂ beispielsweise von deinem Flug auf deinen persönlichen Anteil entfällt. Dann bezahlst du sie, um Projekte wie Wiederaufforstung oder die Eindämmung von Treibhausgasen aus Deponien zu unterstützen.

    Auch wenn die Wirksamkeit dieses Austauschs schwer einzuschätzen ist, ist es doch eine Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten. Einige Fluggesellschaften und Versanddienste beginnen, die Verantwortung für den Ausgleich ihrer CO₂-Emissionen von den Einzelpersonen zu übernehmen, was zu mehr Verantwortungsbewusstsein führen könnte. Der CO₂-Ausgleich ersetzt jedoch nicht die Reduzierung des Verbrauchs und die Suche nach umweltfreundlicheren Alternativen.

    Das Thema Klimaschutz – Was kannst du tun?

    Experten sind sich einig, dass zwar Anpassungen des Lebensstils, die den eigenen CO₂-Fußabdruck verringern, eine Rolle spielen, Regierung und Industrie jedoch bald handeln müssen, um die Systeme zu ändern, die die Eskalation der aktuellen Klimakrise ermöglicht haben. Die wichtigste Maßnahme, die Einzelpersonen ergreifen können, ist, politisch aktiver zu werden.

    – Nehmt an Demonstrationen und Kundgebungen teil, um Regierungen und Unternehmen klarzumachen, dass der Klimawandel ein entscheidendes Thema für ihre Wähler/Kunden ist.

    - Unterstütze unsere langjährigen Wohltätigkeitspartner wie zum Beispiel die WWF, Friends of the Earth und Tree-nation, die wichtige Initiativen starten, um eine Lösung für die Probleme unseres Heimatplaneten zu finden.

    – Wählt Kandidaten, die der Regulierung der umweltschädlichsten Industriesysteme sowie dem Erhalt und Ausbau unserer natürlichen Kohlenstoffsenken Priorität einräumen.

    Wir hoffen, dass ein etwas besseres Verständnis der Rolle, die Kohlenstoff beim Klimawandel spielt, uns alle zu mehr Engagement inspiriert.

    Von Ann Pizer der seit über 20 Jahren Yoga praktiziert und darüber schreibt.
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