Die Kraft des Yoga liegt in der Praxis: Zaubere etwas Magisches auf deiner Matte

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Yoga’s Power is in the Practice: Make Magic on Your Mat
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Fortgeschrittene Yoga-Übungen mögen auf den ersten Blick unmöglich erscheinen, aber durch regelmäßiges Üben werden sie mit der Zeit machbar: Das ist die transformative Magie des Yoga.

Aktualisiert am: 2nd June 2026 Veröffentlicht am: 16th January 2020

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    Manche Yoga-Übungen wirken für Anfänger fast unmöglich. Durch regelmäßiges Üben über einen längeren Zeitraum werden sie jedoch möglich. Dieser Übergang vom Unmöglichen zum Möglichen erlebst du in deinem Körper und er zeigt sich auch in deinem Geist. Das ist die Praxis und die Magie des Yoga.

    Was Bilder nicht zeigen können

    Wenn du schon mal durch deine Social-Media-Feeds gescrollt und dir Yoga-Fotos angesehen hast, hattest du wahrscheinlich schon mindestens ein paar Momente der Ehrfurcht, des Staunens und vielleicht sogar des Unglaubens. Die der Schwerkraft trotzenden, geschmeidigen Haltungen, die auf Fotos gut zur Geltung kommen, wirken oft so, als bräuchten sie eine magische Yoga-Zutat, von der du und ich wahrscheinlich nie etwas abbekommen werden.

    Aber was wie eine Geheimzutat aussieht, ist eigentlich die Praxis selbst. Schwebende Übergänge, Liegestütze und Spagat entstehen nicht von selbst. Manche Menschen sind von Natur aus beweglicher, andere haben eine natürliche Veranlagung, Muskelkraft aufzubauen. Aber niemand erreicht körperliche Meisterschaft durch Zauberei. Wenn wir jemanden sehen, der körperlich herausragende Leistungen erbringt, dann ist das zwangsläufig das Ergebnis der konsequenten, harten Arbeit, die er oder sie investiert.

    Ein Foto zeigt uns nicht die Grundhaltungen, die Bausteine, die Übungen, die Versuche, die Misserfolge. Bilder von fortgeschrittenen Haltungen mögen dir als Inspiration dienen, wenn du mit Yoga anfängst, aber bis du diese Ziele wie Handstand und Armbalancen erreichst, bist du körperlich und geistig ein ganz anderer Mensch. Eine innere Verwandlung hat stattgefunden. Du dachtest, du würdest an deinen Oberschenkeln und deiner Körpermitte arbeiten, aber tatsächlich hast du deinen Geist auf Wachstum, Positivität und Akzeptanz trainiert. Du hast erkannt, dass die Magie im Prozess liegt, nicht im Ergebnis.

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    Der Weg ist das Ziel

    Auch Fotos können nicht zeigen, welche Wirkung regelmäßiges Üben – oft über Jahre hinweg – sowohl auf deinen Geist als auch auf deinen Körper hat. Eine „Vorher-Nachher“-Sequenz mag zwar eine körperliche Verwandlung veranschaulichen, kann aber niemals die Aufweichung verfestigter Denkweisen, die Veränderung von Einstellungen und Sichtweisen sowie die Verbesserungen beim Wohlbefinden und bei der Selbstregulierung darstellen, die diese Praxis bewirkt. 

    Während du Zeit auf deiner Matte verbringst, geschieht die wahre Magie in deinem Kopf: Dort verschieben sich festgefahrene Sichtweisen, es entstehen neue Verbindungen, und eine radikale Selbstakzeptanz entfaltet sich. Diese Veränderungen lassen sich oft erst im Rückblick würdigen, wenn du so weit gekommen bist, dass du genug Abstand gewinnen kannst, um zu sagen: „Schau mal, wie weit ich gekommen bin.“ Veränderungen, die von außen wie Magie wirken, fühlen sich mitten drin verdammt nach Arbeit an.

    Praktische Magie

    Das soll nicht heißen, dass Yoga nur Arbeit und kein Vergnügen ist, bis du eines Tages aufwachst und deine angesammelten Früchte erntest. Auf dem Weg dorthin erlebst du die einfache, reine Freude daran, deinen Geist auszuschalten und deinen Körper zu bewegen – denn Magie geschieht so gut wie jedes Mal, wenn du dich auf deine Matte begibst. 

    Wann hast du es jemals bereut, dir die Zeit zum Üben genommen zu haben? Wann hast du jemals eine Yoga-Stunde verlassen und dich schlechter gefühlt als vorher? Jeder Moment der Anstrengung, der Achtsamkeit und der Herausforderung, aus denen sich deine Praxis zusammensetzt, ist für sich genommen schon wohltuend und trägt zudem zu etwas Größerem bei: jenem unbeschreiblichen Moment, in dem das Unmögliche möglich wird.

    Der Ashtanga-Gründer Sri K. Pattabhi Jois sagte einmal den berühmten Satz: „Übe, und alles wird kommen.“ Die Praxis ist die Reise, sie ist der Prozess, sie ist die Zeit und die Anstrengung. Die Praxis ist etwas, das jeder tun kann. Die Praxis beginnt in dem Moment, in dem du zum ersten Mal auf eine Yogamatte trittst, und dauert unendlich lange an. Die Praxis ist das Mittel und das Ziel. Die Praxis ist die geheime Zutat. Die Praxis ist die Magie.

    Von Ann Pizer der seit über 20 Jahren Yoga praktiziert und darüber schreibt.
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