Yoga für mehr Beweglichkeit: Die 9 besten Yoga-Übungen, um beweglicher zu werden

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Reclined Hand To Big Toe Pose - Supta Padangusthasana B
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Beim Yoga zur Verbesserung der Beweglichkeit geht es nicht darum, sich in Pretzel-Posen zu zwängen. Diese 9 Yoga-Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit konzentrieren sich auf verspannte Hüften, Oberschenkelrückseiten und Schultern und helfen dir dabei, deinen Bewegungsradius zu vergrößern, Verspannungen zu lösen und dich im Alltag wohler zu bewegen.

Aktualisiert am: 28th January 2026 Veröffentlicht am: 7th February 2019

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    Flexibilität könnte man ohne Weiteres sowohl als Segen als auch als Fluch des Yoga bezeichnen. Auf der positiven Seite ist eine gesteigerte Flexibilität ein enormer Vorteil: Sie fördert die Beweglichkeit und die Gesundheit der Gelenke, was dabei hilft, Rückenschmerzen, Schäden durch wiederholte Belastungen und Sportverletzungen vorzubeugen.

    Allerdings ist Yoga viel mehr als nur Flexibilität. Tatsächlich müssen Leute, die mit viel Flexibilität zum Yoga kommen, darauf achten, sich nicht in fortgeschrittene Posen zu stürzen, nur weil sie es können. Oft müssen sie an ihrer Kraft arbeiten, um all diese Biegsamkeit auszugleichen, Stützmuskeln aufzubauen und sicherzustellen, dass sie eine sichere Körperhaltung einnehmen.

    Die Angst vor Flexibilität – oder genauer gesagt, vor mangelnder Flexibilität – hält auch viele Menschen von Yoga fern. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man von Natur aus flexibel sein muss, um Yoga überhaupt versuchen zu können. Lass uns diesen Mythos also gleich aus der Welt schaffen. Verkünde es laut und deutlich: Yoga ist nicht nur für Menschen reserviert, die bereits sehr flexibel sind.

    Wenn du verspannte Hüften, Oberschenkelrückseiten, Waden, Schultern oder was auch immer hast, ist Yoga genau das, was du brauchst. Beweglichkeit ist keine Voraussetzung, sondern ein Ergebnis. Derjenige, der mit der Nase die Knie berührt, gewinnt nicht (beim Yoga); derjenige, der seine Beweglichkeit im Laufe der Zeit sicher verbessert, gewinnt (im Leben!).

    Die 9 besten Yoga-Übungen für mehr Beweglichkeit

    Die folgenden Posen konzentrieren sich auf häufige Verspannungsstellen, darunter Oberschenkelrückseiten, Hüften und Schultern. Da Yoga-Posen jedoch in der Regel nicht nur einen Bereich isoliert trainieren, profitierst du zusätzlich von der Dehnung der Waden, Oberschenkel, Zwischenrippenmuskeln und Brustmuskeln, um nur einige zu nennen. Wo es sinnvoll ist, haben wir Details dazu hinzugefügt, wie du die Posen mit Hilfsmitteln anpassen kannst, um sie leichter zugänglich zu machen, und wie du sie intensivieren kannst, um eine tiefere Dehnung zu erreichen. Du kannst sie einzeln üben oder zu einem Flow miteinander verbinden.

     

    Reclined Hand to Big Toe Pose (Supta Padangusthasana)

    Liegende Hand-zum-Großzehen-Haltung (Supta Padangusthasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Supta (liegend) Padangustha (großer Zeh) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Rückenlage
    Vorteile: Dehnt die hinteren Oberschenkelmuskeln, Waden, Hüften und die Leistengegend. Öffnet sanft den Rückenbereich.
    Warum diese Haltung: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese Haltung anzupassen, vor allem durch die Verwendung eines Gurtes um den Fußrücken des angehobenen Beins. Wenn du keinen Yogagurt hast, reicht auch jeder andere Gürtel – oder du hältst einfach die Rückseite deines Beins fest. Das Bein so gerade wie möglich zu halten, ist der beste Weg, um Leisten, Hüften, Oberschenkelrückseiten und Waden zu dehnen. Mach dir keine Gedanken darüber, wie hoch du dein Bein anheben kannst.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Leg dich auf den Rücken, beuge die Knie und stelle beide Fußsohlen flach auf den Boden.
    2. Zieh dein rechtes Knie an deine Brust.
    3. Greife entweder mit dem Yogi-Zehengriff um den großen Zeh oder schlinge einen Gurt um den Spann deines rechten Fußes.
    4. Strecke dein rechtes Bein gerade nach oben in Richtung Decke.
    5. Wenn es sich angenehm anfühlt, strecke dein linkes Bein am Boden entlang aus. Es ist auch in Ordnung, es angewinkelt zu lassen, wobei der Fuß flach auf dem Boden bleibt.
    6. Spanne beide Füße an (Strecken oder Beugen).
    7. Eine Hand auf deinem linken Oberschenkel kann dich daran erinnern, diese Hüfte fest auf der Matte zu halten.
    8. Achte darauf, dass sowohl der rechte Femur (Oberschenkelknochen) als auch der rechte Humerus (Oberarmknochen) fest in ihren Gelenkpfannen sitzen.
    9. Wiederhole die Übung nach fünf bis zehn Atemzügen mit dem linken Bein.

     

    Eye of the Needle Pose (Sucirandhrasana)

    Nadelöhr-Pose (Sucirandhrasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Suci (Nadel) Randhra (Loch) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Rückenlage
    Vorteile: Öffnet sanft die Hüften. Dehnt die äußeren Hüften, Gesäßmuskeln und Hüftbeuger.
    Warum diese Haltung: Diese Haltung bietet eine wunderbare Möglichkeit, die Hüftbeuger zunächst sanft und später, wenn die Flexibilität zunimmt, tiefer zu dehnen. Wenn du mehr Intensität suchst, kannst du stattdessen die Taubenhaltung machen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Leg dich auf den Rücken, die Knie sind angewinkelt und die Fußsohlen stehen auf dem Boden.
    2. Lege deinen rechten Knöchel auf deinen linken Oberschenkel, direkt oberhalb des Knies, und öffne dein rechtes Knie nach rechts.
    3. Bleib in dieser Position für eine sanfte Dehnung oder hebe deinen linken Fuß vom Boden ab und ziehe deinen linken Oberschenkel in Richtung Brust.
    4. Führe deine rechte Hand durch den Spalt zwischen deinen Beinen und verschränke deine Hände hinter deinem linken Oberschenkel oder um die Vorderseite deines linken Schienbeins.
    5. Zieh dein linkes Knie näher an deine Brust heran, wodurch sich dein rechtes Knie von deiner Brust wegbewegt.
    6. Halte dein Kreuzbein währenddessen fest auf dem Boden verankert und beide Füße aktiv.
    7. Du kannst auch deinen rechten Ellbogen nutzen, um dein rechtes Knie weiter von deiner Brust wegzuschieben, solange es sich angenehm anfühlt.
    8. Wechsle nach fünf bis zehn Atemzügen die Beine.

     

    Downward Facing Dog (Adho Mukha Svanasana)

    Herabschauender Hund (Adho Mukha Svanasana)

    Bedeutung im Sanskrit: Adho (nach unten) Mukha (Gesicht) Svana (Hund) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Stehende Umkehrhaltung
    Vorteile: Dehnt die hinteren Oberschenkel, Waden, Schultern und den Rücken. Stärkt Arme und Beine.
    Warum diese Pose: Du hast doch nicht gedacht, dass wir den „Down Dog“ auslassen würden, oder? Er ist eine der vielseitigsten Yoga-Posen für mehr Flexibilität, besonders für die Rückseite der Beine.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Geh auf alle viere, wobei deine Handgelenke unter deinen Schultern und deine Knie leicht hinter deinen Hüften liegen.
    2. Krämmt die Zehen unter und hebt die Knie vom Boden ab.
    3. Strecke deine Beine, um dein Gesäß zur Decke zu heben, sodass eine umgekehrte V-Form entsteht.
    4. Beweg deine Füße abwechselnd wie beim Radfahren.
    5. Drücke dich kräftig in deine Handflächen, um deine Schultern zu stützen.
    6. Sobald du bereit bist, verweile mindestens fünf Atemzüge lang in relativer Stille.
    7. Es ist wichtiger, die Wirbelsäule lang zu halten, als die Fersen auf den Boden zu bringen.

     

    Crescent Lunge (Anjaneyasana)

    Halbmond-Ausfallschritt (Anjaneyasana)

    Bedeutung im Sanskrit: Anjani (hinduistische Göttin) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Knien
    Vorteile: Dehnt die Hüftbeuger, die Quadrizeps und die Interkostalmuskeln (Muskeln zwischen den Rippen). Öffnet den Brustkorb.
    Warum diese Haltung: Anjaneyasana ist eine Haltung nach dem Motto „Wähle dein eigenes Abenteuer“. Du kannst einen tiefen Ausfallschritt machen oder dein Becken über deinem hinteren Knie halten. Wenn du die Arme zur Decke streckst, werden auch die Muskeln zwischen den Rippen (Interkostalmuskeln) gedehnt. Du kannst versuchen, nach deinem hinteren Fuß zu greifen, um zusätzlich den Quadrizeps zu dehnen, wenn du möchtest. Wähle eine Variante, die für dich passt.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Aus dem herabschauenden Hund machst du mit dem rechten Fuß einen Schritt nach vorne, bis er innen neben deiner rechten Hand steht. Hilf deinem Fuß bei Bedarf ein wenig nach.
    2. Senke dein linkes Knie auf die Matte. Wenn du empfindliche Knie hast, kann ein Yogakissen dies angenehmer machen.
    3. Atme ein und hebe deine Arme über den Kopf. Strecke dich zur Decke, während du deine Schultern entspannt von den Ohren weg hältst.
    4. Für eine tiefere Dehnung der Hüfte bring dein rechtes Knie ein wenig oder deutlich nach vorne, sodass es über deinen Zehen verläuft.
    5. Optional kannst du zur Dehnung der Oberschenkelmuskulatur deine linke Ferse in Richtung deiner linken Gesäßhälfte heben.
    6. Greife mit dem rechten Arm hinter den Rücken, um deinen linken Fuß oder Knöchel zu fassen. Zieh deinen Fuß in Richtung Gesäß.
    7. Bleib drei bis fünf Atemzüge lang in der von dir gewählten Variante der Pose, bevor du die Seite wechselst.

     

    Pyramid Pose (Parsvottanasana)

    Pyramidenhaltung (Parsvottanasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Parsva (Seite) Uttana (intensive Dehnung) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Stehend
    Vorteile: Dehnt die hinteren Oberschenkelmuskeln, die äußeren Hüften und die Wirbelsäule intensiv. Verbessert Gleichgewicht und Stabilität.
    Warum diese Haltung: Die Pyramidenhaltung wirkt tief in deine hinteren Oberschenkelmuskeln und Hüften ein. Verwende bei Bedarf Hilfsmittel und denk daran, dass in dieser Haltung beide Hüftspitzen zur Vorderseite der Matte zeigen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Aus dem herabschauenden Hund machst du einen Schritt mit dem rechten Fuß zur Innenseite deiner rechten Hand.
    2. Setze deinen linken Fuß etwa fünf Zoll nach vorne auf die Matte und etwa drei Zoll nach links außen.
    3. Senke deine linke Ferse auf den Boden, wobei deine Zehen um etwa 45 Grad nach außen gedreht sind.
    4. Strecke beide Beine durch und hebe deine Hüften an. Wenn deine Hände den Boden nicht mehr berühren, lege Blöcke darunter.
    5. Achte darauf, dass beide Hüftspitzen weiterhin zur Vorderseite deiner Matte zeigen. Passe deinen hinteren Fuß an oder verbreitere deinen Stand, falls nötig.
    6. Atme ein und richte deinen Rücken gerade aus.
    7. Atme aus und senke deinen Brustkorb in Richtung deines rechten Knies.
    8. Wiederhole diesen Vorgang – beim Einatmen dehnen und beim Ausatmen vertiefen – etwa fünf Atemzüge lang. Wechsle dann die Seite.

     

    Half Moon Pose (Ardha Chandrasana)

    Halbmond-Pose (Ardha Chandrasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Ardha (Halb) Chandra (Mond) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Mittelstufe
    Haltungstyp: Stehend
    Vorteile: Öffnet die hinteren Oberschenkel, Hüften, Rippen und den Brustkorb. Stärkt Beine und Rumpf. Verbessert das Gleichgewicht.
    Warum diese Pose: Die Halbmond-Pose erhöht den Schwierigkeitsgrad ein wenig, da sie Gleichgewicht erfordert, ist aber auch eine hervorragende Möglichkeit, die hinteren Oberschenkel (schon wieder!), Hüften, Rippen und den Brustkorb zu öffnen. Wenn du eher Anfänger bist, kannst du stattdessen die Dreiecks-Pose (Trikonasana) machen – eine ähnliche Dehnung mit geringerem Sturzrisiko. Ein Block hilft ebenfalls dabei, diese Pose leichter auszuführen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Aus dem „Herabschauenden Hund“ machst du einen Schritt mit dem rechten Fuß zur Innenseite deiner rechten Hand.
    2. Halte dein rechtes Knie locker, während du deine rechte Hand etwa 5–10 Zoll nach vorne bewegst. Stütz dich auf deine rechten Fingerspitzen oder leg den Block unter deine rechte Hand.
    3. Lege deine linke Hand auf deine linke Hüfte und verlagere dein weight auf deinen rechten Fuß.
    4. Heb deinen linken Fuß vom Boden ab, während du dein rechtes Bein streckst.
    5. Richte deine linke Hüfte über deine rechte Hüfte aus und hebe dein linkes Bein bis auf Bodenhöhe an, wobei du den linken Fuß beugst.
    6. Strecke deinen linken Arm zur Decke und öffne deinen Brustkorb zur linken Seite.
    7. Richte deinen Blick auf deine linken Fingerspitzen.
    8. Wenn du eine Dehnung für die Oberschenkelmuskulatur oder eine Gleichgewichtsherausforderung möchtest, beuge dein linkes Knie und ziehe deine linke Ferse in Richtung Gesäß. Lass deine linke Hand los und greife hinter dich, um deinen linken Fuß zu fassen.
    9. Nach etwa fünf Atemzügen versuchst du es auf der anderen Seite.

     

    Garland Pose (Malasana)

    Girlanden-Pose (Malasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Mala (Girlande) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Stehend
    Vorteile: Öffnet Hüften, Knöchel und den unteren Rücken. Dehnt die Innenseiten der Oberschenkel und kann Verspannungen im Unterkörper lösen.
    Warum diese Haltung: In der Hocke zu sitzen war früher eine ganz natürliche Sitzhaltung, aber die meisten von uns haben diese Gewohnheit verloren – und damit auch die Leichtigkeit. Wenn deine Fersen stark abheben, lege eine aufgerollte oder gefaltete Decke darunter. Du kannst auch einen Block unter dein Gesäß legen, um zusätzlichen Halt zu bekommen, falls dir diese Hocke zu anstrengend ist.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Stell dich an den vorderen Rand deiner Matte, die Füße etwa 12 Zoll auseinander.
    2. Drehe deine Zehen nach außen und beuge deine Knie, um eine tiefe Hockposition einzunehmen.
    3. Führe deine Ellbogen an die Innenseiten deiner Knie und forme mit den Händen vor deinem Herzen das Anjali Mudra.
    4. Drücke deine Knie mit den Ellbogen sanft auseinander.
    5. Wenn die Hocke sehr anstrengend ist, lege dir zur Unterstützung einen Block unter das Gesäß.

     

    Half Lord of the Fishes Pose (Ardha Matsyendrasana)

    Halbe Fischkönig-Pose (Ardha Matsyendrasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Ardha (halb) Matsyendra (Herr der Fische) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Anfänger
    Haltungstyp: Sitzende Drehung
    Vorteile: Dreht die Wirbelsäule. Dehnt die äußeren Hüften und Gesäßmuskeln.
    Warum diese Pose: Auch wenn es so aussieht, als würde sich hier der Großteil der Bewegung im Oberkörper abspielen, findet auch im Unterkörper eine Menge passiver Dehnung statt (vor allem im schwer erreichbaren äußeren Oberschenkel, der technisch gesehen Teil der Gesäßmuskulatur ist). Achte also darauf, die Pose sorgfältig einzunehmen und die Fußsohle deines rechten Fußes fest auf dem Boden zu halten. Die meisten von uns machen im Alltag nicht viele Drehbewegungen, also fang sanft an – das wird sich an deinem Brustkorb und deinem Rücken richtig gut anfühlen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Setz dich im „Easy Pose“ (Sukhasana) mit gekreuzten Beinen hin, wobei dein rechtes Bein vorne liegt.
    2. Bringe deinen rechten Fuß an die Außenseite deines linken Oberschenkels, wobei das rechte Knie nach oben zeigt und die rechte Fußsohle flach auf dem Boden liegt.
    3. Schiebe deinen linken Fuß an die Außenseite deiner rechten Gesäßhälfte, sodass die Außenseite des linken Fußes auf dem Boden aufliegt.
    4. Atme ein und strecke beide Arme nach oben, atme aus und drehe dich nach rechts, wobei du deine rechte Hand hinter dir auf den Boden legst und deinen linken Ellbogen an die Außenseite deines rechten Knies bringst.
    5. Spanne deine linke Hand an und drücke den rechten Fuß fest in die Matte.
    6. Richte deinen Blick nach rechts, achte aber darauf, dass die Drehung aus deiner Körpermitte kommt und nicht aus deinem Nacken.
    7. Strecke beim Einatmen deine Wirbelsäule in die Länge und vertiefe beim Ausatmen deine Drehung, indem du deinen linken Ellbogen in deinen rechten Oberschenkel drückst.
    8. Nach fünf bis zehn Atemzügen löse die Haltung und wiederhole sie auf der anderen Seite.

     

    Cow Face Pose (Gomukhasana)

    Kuhgesichts-Pose (Gomukhasana)

    Sanskrit-Bedeutung: Go (Kuh) Mukha (Gesicht) Asana (Haltung)
    Yoga-Level: Mittel
    Schwierigkeitsgrad: Sitzende
    Haltung Vorteile: Dehnt die äußeren Hüften, Gesäßmuskeln, Schultern, den Brustkorb und den oberen Rücken.
    Warum diese Pose: Die Kuhgesicht-Pose ist eine weitere Haltung, die den Körper in Positionen bringt, in denen wir uns normalerweise nicht befinden, und ist daher ein wirklich gutes Gegenmittel gegen das viele krumme Sitzen, das wir oft praktizieren. Diese Armhaltung kann ziemlich anspruchsvoll sein, also halte einen Gurt bereit und mach dich darauf gefasst, Bizeps, Brustmuskeln, Trapezmuskel und den vorderen Sägezahnmuskel zu dehnen.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung:

    1. Setz dich hin und lege dein rechtes Knie direkt auf dein linkes Knie in deiner Körpermitte, wobei die Füße in Richtung der gegenüberliegenden Gesäßhälfte zeigen.
    2. Stütze beide Sitzknochen so gleichmäßig wie möglich auf dem Boden ab.
    3. Heb deinen rechten Arm zur Decke und beuge dann deinen Ellbogen, sodass deine rechte Hand an deinen oberen Rücken gelangt.
    4. Strecke deinen linken Arm zur Seite, beuge dann den Ellbogen und führe deine linke Hand in die Mitte deines Rückens.
    5. Das Ziel ist, dass sich die Hände hinter deinem Rücken treffen und ineinander verschränken. Wenn das nicht klappt, benutze einen Gurt zwischen den Händen oder halte mit jeder Hand dein Shirt fest, um etwas mehr Halt zu schaffen.
    6. Wenn deine Hände verbunden sind, kannst du deinen Kopf sanft an deinen rechten Arm drücken.
    7. Halte beide Ellbogen drei bis fünf Atemzüge lang zur Körpermitte hin. Lass dann los und probier es auf der anderen Seite.

     

    Vorteile von Yoga für die Beweglichkeit

    • Fördert gesunde Gelenke
    • Verbessert die Beweglichkeit und die Körperhaltung
    • Verringert das Risiko von Schmerzen und Verletzungen
    • Löst aufgestaute körperliche Verspannungen
    • Hilft, Stress abzubauen und das Nervensystem zu beruhigen
    • Kann zu besserem Schlaf beitragen

    Wie hilft Yoga dabei, die Beweglichkeit zu verbessern?

    Yoga geht über „bloßes“ Dehnen hinaus, indem es Wert auf eine sichere Ausführung legt. Auch die Dauer und Vielfalt der Dehnübungen, die sowohl die großen Muskelgruppen als auch tiefliegende, oft übersehene Muskeln ansprechen, von denen du vielleicht gar nicht weißt, dass du sie hast (wie den Psoas und den Piriformis), heben Yoga von anderen Methoden ab.

    Der Unterschied beim Yoga lässt sich mit drei „A“ beschreiben: Ausrichtung, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

    • Ausrichtung ist die präzise Art und Weise, wie jede Pose ausgeführt wird, um ihren Nutzen zu maximieren und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Dazu kann der Einsatz von Hilfsmitteln gehören, um verspannte Bereiche zu stützen, während sie sich zu öffnen beginnen. Das Üben mit dem Bewusstsein für die Ausrichtung hilft sicherzustellen, dass du keinen Bereich des Körpers vernachlässigst, während du versuchst, dich auf einen anderen Bereich zu konzentrieren. Ein erfahrener Lehrer hilft dabei, die Ausrichtung in den Vordergrund zu rücken, ebenso wie die Verwendung einer Yogamatte mit Ausrichtungsmarkierungen.

     

    • Aufmerksamkeit bedeutet, dass du nicht in Gedanken versinkst oder die Bewegungen nur mechanisch ausführst, sondern jede Pose in vollen Zügen spürst. Das hilft dir, das Körperbewusstsein zu entwickeln, das nötig ist, um zwischen dem Unbehagen, das entstehen kann, wenn du deinen Körper auf neue Weise einsetzt, und dem Schmerz zu unterscheiden, der ein Signal des Körpers ist, nachzulassen. Niemand sonst ist in deinem Körper – diese Entscheidung kannst also nur du treffen.

     

    • Achtsamkeit bedeutet, dass du während deiner gesamten Praxis vollkommen auf den gegenwärtigen Moment konzentriert bleibst. Oft reicht schon die körperliche Komponente der Yoga-Asanas aus, um uns im Hier und Jetzt zu verankern. Wir lernen auch, den Atem zu nutzen, um immer wieder in den Körper und in die Gegenwart zurückzukehren. Achtsamkeit ist eines der größten Werkzeuge des Yoga, denn sie holt uns aus unserem „Affenverstand“ heraus und ermöglicht es uns, uns neu zu kalibrieren, wodurch Stress und Ängste abgebaut werden.
    Wide Legged Seated Forward Bend - Upavistha Konasana

    Wie lange dauert es, bis man durch Yoga flexibler wird?

    Wozu die Eile? Wie bei allen Vorteilen des Yoga stellen sich positive Ergebnisse erst mit der Zeit ein – durch konsequentes Üben einer Vielzahl von Haltungen. Je früher du anfängst, desto eher wirst du Fortschritte sehen, aber es gibt keinen festen Zeitplan für mehr Flexibilität. Jeder fängt an einem anderen Punkt an, hat einen anderen Körper und führt ein anderes Leben. Wenn du regelmäßig übst, wirst du flexibler.

    Yoga-Kurse sind der ideale Ort, um an deiner Beweglichkeit zu arbeiten, denn dort erhältst du fachkundige Anleitung, wie du deine Beweglichkeit schrittweise und auf sicherste Weise steigern kannst und wie du bei Bedarf Hilfsmittel einsetzt. Wenn du weißt, dass es dir an Beweglichkeit mangelt, hast du vielleicht etwas Bedenken, an einem öffentlichen Kurs teilzunehmen, und fragst dich vielleicht, ob du die unbeweglichste Person im Raum sein wirst. Die Sache ist die: Das interessiert niemanden. Niemand wird dich darauf ansprechen, und falls doch, such dir einfach einen anderen Kurs.

    Yoga für alle – für mehr Flexibilität

    Diese Posen sind ein guter Ausgangspunkt, aber denk daran, dass es wirklich der ganzheitliche Ansatz von „Körper und Geist“ ist, der Yoga zu einer der effektivsten Methoden macht, um deine Beweglichkeit sowie so viele andere Aspekte deiner körperlichen und geistigen Gesundheit zu verbessern. Je mehr du mit Geduld und Neugierde dabei bist, desto mehr werden sich dein Körper und dein Geist entspannen.

    Bei der Beweglichkeit geht es weniger darum, die Zehen zu berühren, als vielmehr darum, Weite in deinem Körper und in deinem Leben zu spüren.

    Häufig gestellte Fragen zu Yoga für mehr Beweglichkeit

    Ist Yoga zur Verbesserung der Beweglichkeit gut für Anfänger?

    Ja. Yoga zur Verbesserung der Beweglichkeit ist ideal für Anfänger, solange du dich langsam bewegst, Hilfsmittel einsetzt und dich in einem angenehmen Dehnungsbereich bewegst, anstatt dich bis in den Schmerz hinein zu zwingen.

    Mit welchen Yoga-Übungen zur Flexibilität sollte ich anfangen?

    Beginne mit sanften Yoga-Übungen zur Flexibilität wie „Nadelöhr“, „Herabschauender Hund“ und „Girlandenhaltung“, um verspannte Hüften und Oberschenkelmuskeln zu lockern.

    Wie oft sollte ich Yoga machen, um beweglicher zu werden?

    Jede regelmäßige Yoga-Praxis wird deine Beweglichkeit mit der Zeit verbessern. Versuche, zwei- bis dreimal pro Woche auf deine Matte zu gehen. Schon ein paar Dehnübungen jeden Tag helfen dabei.

    Kann ich Yoga zur Verbesserung der Beweglichkeit machen, wenn ich sehr steif bin?

    Auf jeden Fall. Du musst nicht beweglich sein, um mit Yoga anzufangen. Nutze bei Bedarf Blöcke und Gurte, um die Posen an deine Bedürfnisse anzupassen, und lass deine Beweglichkeit sich nach und nach entwickeln.

    Stärken Yoga-Übungen zur Flexibilität auch die Muskeln?

    Ja. Viele Yoga-Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, wie der Halbmond-Ausfallschritt und der Halbmond, stärken auch deine Beine und deine Körpermitte, was dir hilft, dich stabiler zu fühlen, während sich dein Bewegungsumfang vergrößert.

    Von Ann Pizer der seit über 20 Jahren Yoga praktiziert und darüber schreibt.
    Einführung in Yoga Inspirieren Yoga-Übungen

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